Zusatzkapitel 2 „Lotte“ - digitale Spurensuche
Das digitale Landesarchiv NRW
Intuitiv ist die Webseite nicht. Zwar kann man auch hier Schlagwörter eingeben, doch diese führen nicht automatisch zu Geburts-, Heirats- oder Sterbeurkunden, wie ich zunächst gehofft hatte. Das Suchsystem erscheint – zumindest mir – äußerst komplex. Es braucht einige Tricks, um überhaupt zum Geburtenregister von Wülfrath zu gelangen. Als ich es schließlich gefunden habe, speichere ich mir den Link sofort ab, um den Zugang nicht wieder zu verlieren.
Bislang sind dort Urkunden zu Geburten, Heiraten und Sterbefällen aus den Jahren 1810 bis 1875 digitalisiert.
Informationen zu Lotte werde ich dort zwar nicht finden, doch mich interessiert, ob die Familie Göpfer bereits seit Generationen in Wülfrath ansässig war oder nur vorübergehend dort lebte.
Um das System zu testen, recherchiere ich zunächst zu meiner eigenen Familie – den Preußners. Meinen Urgroßvater Otto finde ich dort noch nicht, da er erst 1890 geboren wurde. Doch ich stoße auf meinen Ururgroßvater: Wilhelm Preußner, geboren 1860 in Wülfrath.
Diese Linie lässt sich digital bis ins Jahr 1828 zurückverfolgen. Für alles Weitere müsste ich vor Ort recherchieren.
Also: Es funktioniert – und ich bin zufrieden.
Nun widme ich mich den Göpfers.
Lotte, vermutlich um 1920 geboren, müsste das Kind von jemandem sein, der – ähnlich wie mein Urgroßvater – um 1890 geboren wurde. Dessen Eltern wiederum wären dann in den 1860er Jahren zur Welt gekommen. Also klicke ich mich durch das Geburtenregister der 1860er Jahre aus Wülfrath.
Damals wurden Geburten noch handschriftlich in dicken Büchern festgehalten. Eine digitale Stichwortsuche gibt es hier nicht – stattdessen muss man die eingescannten Seiten regelrecht „durchblättern“. Glücklicherweise existieren Inhaltsverzeichnisse, in denen die Geburten nach Nachnamen aufgeführt sind.
Im Geburtenbuch von 1865 werde ich unter „G“ fündig:
Göpfer, Carl – geboren am 9. Juli 1865 in Wülfrath.
Handelt es sich bei Carl um Lottes Großvater?
---> Weiter zum Zusatzkapitel 3: Die Nadel im Heuaufen
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