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Die Suche nach Lotte (3) - Die Nadel im Heuhaufen

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Bald kann ich den Namen „Göpfer“ nicht mehr sehen. Bis ins Jahr 1808 lässt sich dieser Name anhand von Geburts-, Heirats- und Sterberegistern aus Wülfrath zurückverfolgen. Also doch: eine alteingesessene Familie aus Wülfrath. Ich rekonstruiere daraufhin einen Stammbaum in einer genealogischen Datenbank. Auf Geburtsurkunden sind die Eltern vermerkt, ebenso auf Heirats- und Sterbeurkunden. Wenn sich Beziehungen eindeutig zuordnen lassen, speichere ich sie ab. Der letzte eindeutig belegte Hinweis ist Carl Göpfer, geboren am 9. Juli 1865. Carl heiratet Emma, eine geborene Kölsch. Sie stammt ursprünglich aus der „Gartenstadt Haan“. Am 15. Mai 1941 wird das Paar in der Velberter Zeitung erwähnt – Anlass ist ihre Goldhochzeit. Insgesamt haben sie sieben Kinder, von denen zu diesem Zeitpunkt noch drei leben. Ein Sohn, ebenfalls Carl, fällt 1914 im Alter von nur 18 Jahren im Ersten Weltkrieg. Diese Information findet sich sowohl in der damaligen Zeitung als auch in militärischen Unterlag...

Die Suche nach Lotte (2) - digitale Spurensuche

Das digitale Landesarchiv NRW Intuitiv ist die Webseite nicht. Zwar kann man auch hier Schlagwörter eingeben, doch diese führen nicht automatisch zu Geburts-, Heirats- oder Sterbeurkunden, wie ich zunächst gehofft hatte. Das Suchsystem erscheint – zumindest mir – äußerst komplex. Es braucht einige Tricks, um überhaupt zum Geburtenregister von Wülfrath zu gelangen. Als ich es schließlich gefunden habe, speichere ich mir den Link sofort ab, um den Zugang nicht wieder zu verlieren. Bislang sind dort Urkunden zu Geburten, Heiraten und Sterbefällen aus den Jahren 1810 bis 1875 digitalisiert. Informationen zu Lotte werde ich dort zwar nicht finden, doch mich interessiert, ob die Familie Göpfer bereits seit Generationen in Wülfrath ansässig war oder nur vorübergehend dort lebte. Um das System zu testen, recherchiere ich zunächst zu meiner eigenen Familie – den Preußners. Meinen Urgroßvater Otto finde ich dort noch nicht, da er erst 1890 geboren wurde. Doch ich stoße auf meinen Ururgroßvat...

Nach dem Epilog: Die Suche nach Lotte (1) - der erste Hinweis

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Ich denke häufig an Lotte. Wie hat sie damals wohl den Verlust von Dolf verkraftet? Ist sie in Wülfrath geblieben? Hat sie geheiratet – und wenn ja, wen? Oder hat sie den Krieg womöglich gar nicht überlebt? Fragen über Fragen. Immer wieder male ich mir neue Szenarien aus. Doch die Wahrscheinlichkeit, sie heute noch lebend zu finden, ist verschwindend gering. Also beginne ich zunächst damit, alle Fakten über sie zu sammeln: Sie wird Lotte genannt – vermutlich eine Kurzform von Lieselotte oder Charlotte. Der Name Göpfer taucht immer wieder auf. Dolf schreibt Briefe an den „alten“ Göpfer, erwähnt ihn mehrfach und schildert, wie sehr dieser sich um sein einziges Kind sorgt. Damals lag Lotte im Krankenhaus, vermutlich wegen einer Blinddarmentzündung. Lotte Göpfer – ein Einzelkind. Eine schnelle Suche nach „Lotte Göpfer Wülfrath“ bleibt ohne Ergebnis. Auch Recherchen in genealogischen Datenbanken verlaufen erfolglos. In einem Forum für Ahnenforschung sowie Sütterlin- und Kurrentschrift erhal...